Naturheilkundliche Therapien bei Lichen sclerosus genitalis

Lichen sclerosus et atrophicus ist eine Hautkrankheit. „Lichen“ ist das griechische Wort für „Moos“ oder „Flechten“. Die Adjektive „sclerosus et atrophicus“ sind aus dem Lateinischen und stehen für „hart / trocken“ und „schwindend / schrumpfend“. Diese Übersetzungen zeigen bereits, wie diese Hautkrankheit verläuft: Die Haut verändert sich. Es bilden sich Strukturen mit unregelmäßigen Rändern (ähnlich wie Moose oder Flechten wachsen). Diese verhärten zunehmend, wobei die gesunden Hautzellen verschwinden. Aufgrund der weißlichen Verfärbungen wird sie auch „Weißfleckenkrankheit“ genannt. Im Pschyrembel wird die Definition gegeben: „Seltene, chronisch-entzündliche Bindegewebserkrankung der Haut mit rundlichen, linsengroßen, porzellanweißen, atrophisch erscheinenden Arealen“.

Es gibt zwei Formen von Lichen sclerosus et atrophicus, die sich anhand ihrer Lokalisation unterscheiden: Die häufigere Form befällt die Haut und Schleimhaut der äußeren Genitalorgane, sie wird daher Lichen sclerosus genitalis genannt. Die andere, viel seltenere Form, kommt an anderen Stellen vor. Gemäß dem Online-Portal „DocCheck Flexikon“ betrifft die Erkrankung „überwiegend den anogenitalen Bereich [also den Bereich von Anus und äußeren Geschlechtsorganen], kann in selteneren Fällen aber auch außerhalb des Genitalbereichs auftretenden“. In meiner Praxis behandelte und behandle ich einige Frauen mit Lichen sclerosus und nur eine meiner Patientinnen bekam diese Erkrankung in der Mundschleimhaut nach einer Operation (,die an anderer Körperstelle war).

Lichen sclerosus genitalis tritt nicht nur Frauen auf, auch wenn diese sehr viel häufiger von dieser Krankheit betroffen sind als Männer. Gemäß Pschyrembel ist die Entstehung „unbekannt, vermutlich spielen Autoimmunmechanismen eine Rolle.“ Bei Autoimmunkrankheiten überreagiert das körpereigene Abwehrsystem. Anstatt gegen Krankheitserreger richtet es sich gegen Strukturen im eigenen Körper. Frauen sind von Autoimmunerkrankungen häufiger betroffen als Männer. Manche meiner Patientinnen bekamen die Erkrankung nach einer Impfung, bei Stress, nach einem Unfall oder nach einer Operation, was darauf hindeutet, dass eine Überreaktion des Immunsystems durch verschiedene Trigger bei der Krankheitsentstehung eine Rolle spielen kann. Ich habe aber auch Frauen in meiner Praxis, bei denen der Lichen auftritt, ohne dass bewusst ein derartiges Stressereignis gefunden werden kann. Viele der betroffenen Patientinnen in meiner Praxis befinden sich in den oder jenseits der Wechseljahre.

Symptome und Diagnose

Die Haut und Schleimhaut von Schamlippen und After bei der Frau (bei betroffenen Männern Vorhaut und Eichel), ziehen sich durch die zunehmende Vernarbung zusammen. Bei der Frau kann die Schrumpfung zur Einengung von Scheideneingang und Harnröhre führen. Die betroffenen Frauen berichten mir von Schmerzen beim Wasserlassen, beim Geschlechtsverkehr und von starkem Juckreiz und oft auch von Brennen. Wird an diesen Stellen gekratzt, können in die verletzte Haut Keime eindringen, die dann Entzündungen auslösen können. Ich habe aber auch Patientinnen, die nichts davon merken und erst durch einen Termin bei ihrer/m Gynäkologin/n darauf aufmerksam werden. Um den Verdacht zu bestätigen, wird unter lokaler Betäubung eine Biopsie von einem betroffenen Hautareal entnommen. Da Hauttumoren im Genitalbereich bei der Blickdiagnose ähnlich aussehen können wie Lichen sclerosus genitalis ist dieser kleine Eingriff zu empfehlen. Die darauffolgende mikroskopische Untersuchung kann dann Klarheit schaffen. In seltenen Fällen kann aus einem Lichen sclerosus ein bösartiger Tumor entstehen. Deswegen sind auch regelmäßige schulmedizinische Kontrollen wichtig.

Naturheilkundliche Therapien

Der Lichen sclerosus ist eine Krankheit, die (aus schulmedizinischer Sicht) nicht geheilt werden kann, aber es gibt gute naturheilkundliche Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Manche naturheilkundliche System wie die Homöopathie (wenn das richtige Mittel gefunden wird), Ayurveda (ganzheitliche naturheilkundliche Therapie aus Indien) und die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bieten systemische Ansätze, die Heilung anstreben.

Bei Frauen, die sehr starke Symptome haben und bei denen die Erkrankung schnell fortschreitet, habe ich die besten Erfahrungen mit dem komplementären Ansatz gemacht, das heißt, wenn schulmedizinische Maßnahmen und naturheilkundliche Therapien ineinandergreifen. Deswegen rate ich diesen Frauen, anfangs die schulmedizinische Therapie mit den verschreibungspflichtigen Cremes (meist entzündungshemmende Kortikosteroide) gemäß der aktuellsten S3-Leitlinie zu verwenden bis die Symptome sich bessern. Parallel dazu beginne ich bereits mit den naturheilkundlichen Maßnahmen, die weiter unten unter den folgenden Überschriften gelistet sind: Ernährungstherapie, Mikrobiologische Therapie, Mikronährstofftherapie, Ordnungstherapie, Physikalische Therapie, Phytotherapie (dort zuerst die innerlich verwendeten Therapieformen wie Tees). Nach dem Baden oder Duschen empfehle ich immer die Pflege mit rückfettenden Cremes. Dazu kann frau selbst probieren, was ihr am besten hilft. Weiter unten sind Vorschläge zu finden. Wichtig sind Produkte ohne Paraffine. Manche Frauen berichten mir, dass ihnen am besten Olivenöl oder Kokosfett helfen. Produkte welche die Haut reizen könnten, wie beispielsweise parfümierte Duschmittel, sollten dagegen gemieden werden. Dazu mehr weiter unten bei „Äußerliche Therapie-Ansätze“.

Bei Symptombesserung durch die schulmedizinische Therapie empfehle ich dann, die äußerliche Creme-Kortisontherapie auszuschleichen, z. B. nur noch 1x täglich anzuwenden und abends dann die weiter unten für „abends“ genannten Cremes zu verwenden aus dem Bereich „Äußerliche Therapieansätze“. Fortlaufend lasse ich die Frauen die Kortison-Anwendungen weiter reduzieren und die naturheilkundlichen Anwendungen hochfahren wie die genannten unter „Ätherische Öle“, „Weitere äußerliche Therapien“, „Hormontherapie“ und „Phytotherapie“. Dies muss aber individuell angepasst werden, da nicht bei jeder Frau ein kompletter Verzicht auf die Kortisontherapie möglich ist. Bei manchen Frauen kann ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden, wenn sie 2x wöchentlich die Kortison-Therapie verwenden – bei anderen öfter – und die restliche Woche die naturheilkundlichen Methoden, die zu ihnen passen, anwenden; manche Frauen kommen langfristig ohne Kortison aus, wenn sie die naturheilkundlichen Methoden ganz konsequent anwenden.

Ich arbeite nicht mit Homöopathie, Ayurveda oder TCM und stelle nun im Folgenden Therapien mit den bereits genannten Ansätzen vor. Die von mir individuell eingesetzten Therapie-Ansätze sind alphabetisch. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – viele meiner kompetenten Kolleginnen verwenden weitere individuelle Ansätze.

Ätherische Öle

– Basenöle wie
• Arganöl: wirkt regenerierend
• Granatapfelkernöl: fördert die Zellerneuerung
• Jojobaöl: spendet intensiv Feuchtigkeit und hilft bei juckender Haut
• Kakaobutter: hautschonend und als Grundlage für Vaginalzäpfchen (Weiteres dazu im Folgenden)
• Kokosöl: fördert die Wundheilung und wirkt antibakteriell, auch gegen Pilze wie bei Scheidenpilz
• Mandelöl: fördert den Säureschutzmantel
• Moringaöl: wirkt durch das viele Vitamin E
• Nachtkerzenöl: lindert Juckreiz und hemmt Entzündungen
• Sesamöl: gut bei trockener Haut
• Sheabutter: spendet Feuchtigkeit, lindert Juckreiz
• Sonnenblumenöl: enthält viel Linolsäure und Vitamin E
Ätherische Öle, die in die obigen Basenöle gegeben werden können, im Allgemeinen 25 Tropfen auf 100 ml Öl:
• Geranie (Pelargonium graveolens): wirkt antibakteriell und entzündungshemmend sowie hormonausgleichend
• Karottensamen (Daucus carota): regt die Zellregeneration an
• Immortelle (Helichrysum angustifolium): entzündungshemmend, entgiftend
• Lavendel: antiseptisch
• Lemongras (Cymbopogon citratus): regt die Durchblutung an und wirkt antibakteriell und gegen Pilze
• Palmarose (Cymbopogon martini): wirkt antiseptisch, schweißregulierend und gegen Pilze
• Ringelblume (Calendula officinalis): wirkt heilend
• Rose: wirkt heilend
• Salbei: schweißhemmend, antibakteriell, estrogenähnlich
• Teebaum (Melaleuca alternifolia): antibakteriell, entzündungshemmend, keimtötend (auch Pilze)

(Weitere) Äußerliche Therapie-Ansätze

– Wenn frau schwimmen gehen möchte oder ein längeres Bad nehmen will: Deumavan Schutzsalbe auftragen, aber vorsichtig damit umgehen, da sie Petrolatum (Erdölprodukt) enthält!
– Waschen beim Duschen mit Sagella-Produkten (unter anderem mit Milchsäure und Salbei)
– vor allem nach dem Baden und Duschen fette Salben ohne Duftstoffe verwenden, z. B. aus der folgenden Auswahl:
• Manchen hilft Bepanten Augen- und Nasensalbe:
• Bei Neigung zu Infektionen: Detoxan-Paste von Heck
• Abends vor dem Schlafen Rosmarinus Prunus comp. Gel von Wala: Dieses Gel enthält Organmaterial aus tierischen Schleimhäuten in homöopathischer Potenz, was die äußere Schleimhaut zur Regeneration anregt. Wichtig ist, die Patientinnen darüber aufzuklären, dass die Creme aufgrund der enthaltenen Pflanzen ein brennendes Gefühl auslöst, was aber gewollt ist, da so die Durchblutung gefördert wird und die Inhaltsstoffe dann besser wirken können.
• Dieses Gel täglich im Wechsel mit Rosenzäpfchen mit Rotklee nach Margret Madejsky mit Rotkleetinktur
– Weitere Vaginalzäpfchen oder -cremes mit
(einzeln oder gemischt, wie z.B. Rose-Rotklee-Zäpfchen)
• Geranie (wirkt antibakteriell und entzündungshemmend)
• grünem Tee (wirkt leicht desinfizierend und adstringierend)
• Myrte (übrigens auch gegen HPV)
• Ringelblume (wirkt heilend)
• Rose (pflegend, entzündungshemmend, antibakteriell, abschwellend, feuchtigkeitsspendend)
• Rotklee (v. a. wenn Beginn der Wechseljahre)
• Sanddornöl (hat entzündungshemmende Wirkung)
• Zistrose, z. B. in Form von Cystus-Salbe
– Hydrolate / Pflanzenwässer verwenden, wenn der Juckreiz kommt, z. B. mit
• Lavendel: regenerierend, beruhigend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, antibakteriell
• Rose: pflegend, entzündungshemmend, antibakteriell, abschwellend, feuchtigkeitsspendend
• Zaubernuss (Hamamelis): lindert Juckreiz, hilft der Haut Feuchtigkeit zu speichern

Ernährungstherapie

– Kaffee, Milchprodukte und Scharfes erst mal meiden und anstatt dessen grünen Tee und / oder Matcha-Tee trinken.
– Ballaststoffreiche Lebensmittel mit viel Gemüse und Obst essen.
– Vitamin E-haltige Nahrungsmittel (zu Vitamin E siehe unten bei Mikronährstoffen): Leinsamen, Mandeln, Olivenöl, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne und andere Saaten, Schwarzkümmelöl, Weizenkeime und -öl

Hormontherapie

Bei genitaler Atrophie Estriol-Cremes verwenden, da Estriol (Abkömmling des bekannteren Estrogens) schleimhautaufbauend wirkt; ab D4 sind die Produkte nicht mehr verschreibungspflichtig. Erhalte ich durch die Anamnese Hinweise auf eine hormonelle Dysbalance im Körper der Frau (z. B. bei Regelbeschwerden oder Wechseljahresbeschwerden), veranlasse ich einen Speicheltest zur weiteren Abklärung. Dann kann gegebenenfalls weitere naturheilkundliche Therapie hormonausgleichend eingesetzt werden.

Mikrobiologische Therapie

Darmflora aufbauen (das Immunsystem sitzt zum Großteil im Darm): Dazu ermuntere ich meine Patientinnen mindestens einen Monat lang – besser zwei Monate – komplett auf Weißmehlprodukte zu verzichten (also nur 100% Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis) und viel Kartoffeln zu essen, die im Körper basisch verstoffwechselt werden und auch noch aus anderen Gründen sehr gesund sind. Ebenfalls sind angeraten: kompletter Verzicht auf Süßigkeiten und nichts mit Zucker zu sich zu nehmen, auch keinen Honig oder Dicksäfte. Als Obst eignen sich gut saure Äpfel und Beeren, keine Südfrüchte.

Diese Diät wird durch die Einnahme von Bitterstoffen in Form von Tropfen oder Sprays erleichtert, die den Süßhunger etwas mildern und die Verdauung regulieren. Unsere Verdauungsorgane und auch unsere Immunzellen haben Bitterstoffrezeptoren, wodurch sie sanft regulierend auf viele Störungen wirken können. Zusätzlich empfehle ich meinen Patientinnen gerne pflanzliche Stoffe, die schädliche Keime (auch im Darm) verringern wie Grapefruitkernextrakt, Olivenblattextrakt oder Kapseln mit Oreganoöl in Olivenöl. Das vergleiche ich dann damit, dass wie in einem Garten hin und wieder Unkraut gejätet werden muss. Die Pflanzen, die wachsen sollen, vergleiche ich dann mit Probiotika (sozusagen die „guten Darmkeime“). Der Dünger für diese guten Keime entsprechen dann den Präbiotika (also das „Futter“ für die „guten Darmkeime“). Welche Produkte dazu empfohlen werden können ergibt sich aus einer mikrobiologischen Stuhluntersuchung.

Mikronährstofftherapie

– Vitamin E: fördert die schützende Lipidschicht der Haut. Außer den bei der Ernährungstherapie genannten Lebensmitteln empfehle ich täglich höchstens 30 mg, was 44 I.E. entspricht. Zwischen der Einnahme von Vitamin E und Eisen sollten zwei Stunden liegen.
– Da es sich bei Lichen um eine Autoimmunerkrankung handelt, können die überschießenden Reaktionen des Immunsystems gedämpft werden mit Kurkuma und Weihrauch. Es gibt die Möglichkeit pulverisiertes Pflanzenmaterial in Kapselform einzusetzen oder Kapseln, die die Wirkstoffe Curcumin und Boswelliasäuren höher dosiert enthalten.
– Je nach Lebenslage kann die Stresssymptomatik verbessert werden mit Extrakten (als Kapseln oder Pulver zum Streuen oder Einrühren) von
• Ashwagandha (Schlafbeere)
• Rhodialo rosea (Rosenwurz)

Ordnungstherapie

Dieser Begriff bezieht sich auf Therapien, die Veränderungen im Lebensstil und allgemeinen Verhaltensweisen fördern. In Bezug auf Lichen sclerosus genitales können die folgenden Maßnahmen Verbesserungen bewirken:
– Schonende Pflege: Eher Fönen statt mit dem Handtuch trockenreiben.
– Reibung z. B. durch enge Kleidung vermeiden.
– Unterwäsche eher aus Seide, wenn sehr starke Beschwerden sind, und ansonsten aus Baumwolle, auf keinen Fall aus Kunstfasern.
– Keine feuchten Toilettentücher verwenden, da sie Stoffe enthalten, die den Schleimhäuten nicht gut tun.
– Bei Inkontinenzproblemen spezielle Binden (in Bio-Qualität) verwenden, die trocken halten.
– Und zu guter Letzt, aber sehr wichtig: Entspannungsübungen für den Beckenboden erlernen.

Physikalische Therapie

Mit diesem Begriff sind Therapien gemeint, die physikalische Methoden nutzen wie Kälte, Wärme, Druck, Elektrizität, Ultraschall, Laser und dergleichen. Ich empfehle meinen Patientinnen unter anderem Sitzbäder wie z. B. mit Yoni Steaming mit den folgenden Pflanzen in Form von getrockneten Kräutern oder als ätherische Öle:
• Beinwell (Elastizität der Haut)
• Eichenrinde (bei Entzündungen wegen abtrocknenden Effekten)
• Heublumen (entspannend, macht geschmeidig)
• Himbeerblätter (beruhigt und lindert Schmerzen)
• Kamille (entzündungshemmend und beruhigend)
• Löwenzahnblätter (strafft, klärt und reinigt)
• Hamamelis (entzündungshemmend, hautregenerierend)
• Ringelblumen (heilend)
• Rotklee (verbessert den Hautzustand)
• Schafgarbe (antiseptisch, fördert Durchblutung und Wundheilung)
• Tulsi (stärkend für Harnwege und Geschlechtsorgane)
Gut sind außerdem Waschungen mit handwarmem grünem Tee und ein paar Tropfen des entzündungshemmenden Sanddornöls dazu.

Phytotherapie

Da es sich um eine Entzündung handelt, immer entzündungshemmende Phytotherapeutika auch innerlich verwenden wie Zistrose (siehe ganz unten). Zu empfehlende Pflanzen sind unter anderem:
– Beinwell (Symphytum):
• Erhöht die Elastizität und Befeuchtung der Haut, wirkt dadurch wirkt estriolartig und auch wundheilend.
• Verwendung oral als Urtinktur und als Salbe oder Ölauszug lokal anzuwenden.
– Birke:
Extrakte aus der Birkenrinde (Handelsname u. a. Imlan oder Episalvan) eignen sich zur lokalen Anwendung. In Form von Tees wird diese Pflanze meist für Blase und Niere eingesetzt.
– Erdrauch (Fumaria officinalis):
Diese Pflanze wirkt gegen überschießende Reaktionen der Haut und wird deswegen äußerlich auch bei Schuppenflechte (ebenfalls eine Autoimmunerkrankung) eingesetzt; die innerliche Anwendung erfolgt als Teekur und äußerlich zur Hautpflege.
– Gänseblümchen (Bellis perennis):
Einsatz innerlich in Form einer Teekur und äußerlich zur Hautpflege.
– Stiefmütterchenkraut (Viola tricolore):
Das Stiefmütterchen ist DAS Mittel in der Pflanzenheilkunde für die Haut, innerlich und äußerlich (als Kompressen auflegen).
– Zistrose (Zistus creticus oder canus) als blutreinigender und Schwermetall-ausleitender Tee trinken, kann auch in Form von Cystus Lutschtabletten (wichtig: ohne Süßungsmittel, z. B. von Dr. Pandalis) eingenommen werden oder äußerlich anwenden wie oben beschrieben.

Esther Krais-Gutmann
Heilpraktikerin und Freie Lektorin bei 

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