SYMPOSIUM FRAUENGESUNDHEIT „Empowerment – feministische Heilarbeit“ vom 14. bis 16. August 2026 in Wiesbaden

Im Wissen um den eigenen Körper und die Heilmittel aus der Natur liegt eine Eigenmacht, die so alt ist wie die Menschheitsgeschichte. Das Vertrauen in die Fähigkeiten des Lebens, sich selbst zu regulieren und für das Leben zu sorgen, spielt dabei eine essentielle Rolle. Frauengesundheit und der Umgang mit Heilkunde sind von gesellschaftlichen Prozessen und sozialpolitischen Entwicklungen nicht zu trennen.

So galten in manchen Kulturen Kranke als heilig, weil sie die Probleme einer Gesellschaft oder Familie aufzeigten. Auch heute können chronisch kranke Menschen in ihrem Heilungsprozess verdrängte oder tabuisierte Themen innerhalb von Familien und sozialen Gemeinschaften verdeutlichen und zur Auseinandersetzung anregen.

Wir leben in einer Zeit von Veränderung, in einer Zeit von Fragestellungen, die uns lange nicht bewusst waren. Formulieren wir neue Fragen, diskutieren wir unsere Antworten und verbinden wir uns für ein für ein lebensfreundliches Dasein!

Patientinnen, Therapeutinnen, Gesellschaftsarbeiterinnen, Wissenschaftlerinnen und alle, die an diesen Themen Interesse haben: Kommt vorbei, macht mit und freut Euch am gegenseitigen Empowerment!

Wer sich gleich anmelden möchte, hat hier die Möglichkeit dazu:

Das Programm des Symposiums „Frauengesundheit – Empowerment, feministische Heilarbeit“

Die jeweiligen Austauschgruppen beginnen mit einem einführenden Referat der Referentinnen und gehen dann in die Gruppenarbeit über. Details zu den Austauschgruppen sind weiter unten zu lesen oder können  durch Klicks auf die einzelnen Buttons mit den Themen und ihren Referentinnen direkt aufgerufen werden:

Ablauf des Symposiums

Informationen zur Veranstaltung
Veranstaltungsort
:
Naturfreundehaus Heidehäuschen
Freudenbergstr. 241
65201 Wiesbaden
Beginn am 14.8.2026
Freitag: 17.00 Auftaktveranstaltung im Heidehäuschen/Naturfreundehaus
Samstag: 09.00 bis 19.00 Austauschgruppen
Samstagabend: 20.00 Party mit „Frauen Ton Verein“, „Multikulturelle Slow Teco“ und Disco mit Tina Bender
Eintritt Party: 10 €
Sonntag: 09.00-13.00 Austauschgruppen, Abschlussveranstaltung
Ende: 13:00
Auf dem Gelände gibt es Verpflegungsmöglichkeiten

Begleitprogramm
– Arbeiten mit Ton Margit Bayer, Künstlerin und Keramikerin
– Altes überliefertes Heilwissen zu Kräutern und Gewürzen – gemeinsamer Erfahrungsaustausch mit Nahid Weißbach, Sigrid Schellhaas
– Rhythmus verbindet – Tanz, Bodypercussion und Lebensfreude zum Mitmachen mit Giselle Carmargos

Es gibt eine begrenzte Anzahl günstiger Übernachtungsmöglichkeiten.
Wir unterstützen bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen können angefragt werden bei:
info@lachesis-frauengesundheit.de; kontakt@fgz-sirona.de
Anmeldung hier:

Wer sind wir?

Der Verein Lachesis e.V. setzt sich als feministischer Verein für die Stärkung von Frauengesundheit und von naturheilkundlichen Ansätze ein – von Frauen für Frauen. Viele Mitfrauen bringen ihre langjährige berufliche Erfahrung aus sozialen und medizinischen Bereichen in den Verein ein; sie verfolgen einen feministischen, hierarchiefreien Ansatz und orientieren sich an naturheilkundlichen Denk- und Therapieformen. Wir sind Praktizierende und Patientinnen zugleich und sehen uns in einem ständigen Prozess des Lernens.

Die Veranstalterinnen sind:
Feministischer Verein zur Förderung von Frauen*gesundheit und ganzheitlicher Heilkunde Lachesis e. V.
Frauengesundheitszentrum SIRONA e. V.
Kommunale Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden

Kooperationspartnerinnen sind:
Berufsverband für Heilpraktikerinnen LACHESIS
Frauenwelten e.V. Wiesbaden

Details zu den Austauschgruppen auf dem Symposium:

Was ist feministische Gesundheitspolitik? Gibt es eine Feministische Gesundheitspolitik?
Die Gendermedizin hat in den letzten 20 Jahren in die Evidenzbasierte Medizin Eingang gefunden. Dazu gehören unter anderem die Erkenntnisse, dass Frauen einen anderen Zellstoffwechsel haben als Männer, zyklische Wesen sind und die hormonellen Veränderungen Einfluss haben auf den gesamten Stoffwechsel, dass die Wirkung von Medikamenten bei Frauen und Männern unterschiedlich ist. Medizin hat sich 3000 Jahre an männlichen Körpern orientiert und Frauen manchmal mehr geschadet als genutzt. Aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen wurden Frauen aus der Eigenmacht in die Ohnmacht katapultiert. Das Wissen um Heilung wurde seit Menschheitsgeschichte insbesondere von den Frauen an die nächste Generation weitergegeben. Dies wurde durch hierarchische Machtinteressen weltweit unterbrochen.

Naturheilkunde ist der Begriff für eine Medizin, die letztendlich so alt ist wie die Menschheitsgeschichte. Aber was ist eine feministische Sichtweise für Heilung?
Die Begegnung zwischen Therapeutin und „Patientin“ auf Augenhöhe, das Gleichzeitige Geben und Nehmen. Die Eigenmacht zu entscheiden, was wir tun und lassen wollen. Das gegenseitige Empowerment in der Akzeptanz der Grenzen der Seele und des Körpers. Wie können wir für Therapiefreiheit, für die Anerkennung jahrtausendealter Methoden, für die Freiheit der Entscheidungsfindung, einstehen? Wie können wir unsere Körper achten, unterstützen, heilen? Wie können wir uns vernetzen, stärken und mit unserem Wissen nähren?

Renate Lodtka ist Heilpraktikerin ohne Praxis. Von 1988 bis 2021 leitete sie die Geschäftsstelle Lachesis e.V., Berufsverband für Heilpraktikerinnen. Seit 2023 ist sie Vorständin von Feministischer Verein zur Förderung von Frauen*gesundheit und ganzheitlicher Heilkunde, Lachesis e.V. wie auch Sigrid Schellhaas. Diese ist seit 30 Jahren selbstständige Heilpraktikerin, seit 30 Jahren Kursleiterin und Beraterin im Frauengesundheitszentrum Sirona e.V. und seit 15 Jahren Patientinnensprecherin.

Geburt und Schwangerschaft – Wirkung auf unser Leben
Welche Bedeutung die Geburt für die Gesellschaft hat wird in einem Impulsvortrag über frühe Erfahrungen, Beziehung und die Frage, wie Gesellschaft entsteht eingeführt. Geburt gehört zu den prägendsten Übergängen im Leben eines Menschen. Gleichzeitig ist es wichtig, diesen Moment nicht zu überhöhen oder als alleinige Erklärung für späteres Erleben zu betrachten. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich dieser Vortrag mit einer offenen und neugierigen Frage. Welche Bedeutung kann es haben, wie wir geboren werden und was bedeutet das für uns als Menschen und für die Gesellschaft, in der wir leben? Der Vortrag lädt dazu ein, Geburt nicht ausschließlich als medizinisches Ereignis zu betrachten, sondern auch als Erfahrungsraum. Als einen Moment, in dem Beziehung, Körpererleben, Versorgung, Sicherheit und Resonanz eine Rolle spielen können. Dabei geht es nicht um einfache Zusammenhänge von Ursache und Wirkung und nicht um Schuld oder Bewertung. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Erfahrungen Menschen in besonders offenen Lebensphasen machen und wie diese Erfahrungen möglicherweise später mitwirken können.

Ein zentraler Gedanke des Vortrags ist: Erfahrungen verschwinden nicht einfach. Sie können sich im Laufe des Lebens in unterschiedlichen Formen zeigen. Zum Beispiel in Beziehungsgestaltung, im Umgang mit Unsicherheit, im Bedürfnis nach Kontrolle, in Rückzug, Anpassung oder dem Wunsch nach Nähe. Diese Zusammenhänge sind keine festen Zuschreibungen und keine Vorhersagen. Sie verstehen sich vielmehr als Einladung, menschliches Erleben vielschichtiger zu betrachten. Von dort öffnet sich der Blick auf eine größere Ebene – eine Einladung zum gemeinsamen Hinschauen und Weiterdenken.

Rona Größler: M.A., NI Neurosystemische Integration®, traumasensibles Coaching, ganzheitlich-integrative Traumaarbeit

Palliative Care mit Maike Wübbena
„Palliative Care“ ist eine internationale Bezeichnung für das ganzheitliche Konzept einer umfassenden und lindernden Betreuung für Menschen, die unter einer fortschreitenden, unheilbaren und zum Tode führenden Erkrankung leiden. So wird es beschrieben im klinischen Kontext. Aber was brauchen Sterbende wirklich? In meiner Erfahrung über die vielen Jahre, in denen ich Sterbende begleiten durfte, sind für mich bestimmte Voraussetzungen sehr wichtig geworden. Unter anderem, dass Sterbende eine Betreuung in einem würdevollen und absichtslosen Kontext benötigen und dies an einen sicheren Ort, an dem sie zur Ruhe  kommen können. Auch geht es darum bei Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung und Angstzuständen lindernd zu unterstützen. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass „Palliative Care“ für die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen und die Begleitung ihrer Angehörigen steht.

In diesem Workshop geht es darum, Erfahrungen auszutauschen, Ängste vor dem Sterben oder Tod anzusprechen. Dazu wollen wir ins Gespräch kommen und über die Einsamkeit der Sterbenden sprechen: Wenn zum Beispiel keine Familie mehr da ist, Freunde verstorben sind, wenn die Vergangenheit plötzlich wieder da ist, wenn da eine große Einsamkeit ist am Ende des Lebens….
Und dann natürlich die große Frage, sterben Frauen anders als Männer?

Maike Wübbena ist Palliativfachkraft, klinische Sozialarbeiterin, Kinderkrankenschwester, Psychoonkologin, systemische Körpertherapeutin und Yogalehrerin.

Wechseljahre – Alles nur eine Frage der Hormone? Mit Nina Seifert
Die Wechseljahre sind eine physiologische Übergangsphase im Leben von Frauen –und zugleich ein Feld, in dem sich medizinische Unsicherheiten, gesellschaftliche Bilder vom Älterwerden und unterschiedliche therapeutische Ansätze überlagern. Zwischen pauschaler Hormonersatztherapie, genereller Hormonskepsis und einem wachsenden Markt an „natürlichen“ Lösungen stellt sich eine zentrale Frage: Wie kann ein informierter und selbstbestimmter Umgang mit hormonellen Veränderungen gelingen?

Das einführende Referat beleuchtet kurz die hormonellen und neuroendokrinen Veränderungen dieser Lebensphase und ordnet typische Beschwerden in größere körperliche Regulationszusammenhänge ein. Gleichzeitig werden auch gesellschaftliche, kulturelle und gesundheitspolitische Aspekte aufgegriffen, die zunehmend kontrovers diskutiert werden. Es werden auch Möglichkeiten aufgezeit, die Wechseljahre als eine Phase von Veränderung und Neuorientierung zu verstehen. Das Referat dient als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Diskussion und den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven.

Nina Seifert ist seit über 30 Jahren Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Hamburg und seit vielen Jahren auf hormonelle Veränderungen und Frauengesundheit spezialisiert. Sie ist Autorin des Fachbuchs „Wechseljahre verstehen und begleiten – naturheilkundliche Behandlungskonzepte für die Praxis“ und gibt Fortbildungen für Therapeutinnen. Sie engagiert sich als Vorständin im feministischen Berufsverband für Heilpraktikerinnen LACHESIS für Kolleginnen und die Naturheilkunde.

Zyklus verstehen in jeder Lebensphase – Selbstbeobachtung, hormonfreie Verhütung, Kinderwunsch & Zyklusveränderungen mit Charlene Thomas
In diesem interaktiven Workshop dreht sich alles um deinen Zyklus als wertvolle Orientierung in verschiedenen Lebensphasen. Du erhältst einen verständlichen Einblick in die Zyklusphasen und lernst, deine Körpersignale besser wahrzunehmen und einzuordnen. Schwerpunkte sind hormonfreie Verhütung mit der symptothermalen Methode nach Sensiplan, Zykluswissen bei Kinderwunsch, Unterstützung bei Zyklusunregelmäßigkeiten sowie Orientierung in den Wechseljahren.

Der Workshop richtet sich an Frauen jeden Alters – unabhängig davon, ob du hormonfrei verhüten möchtest, einen Kinderwunsch hast, Veränderungen in deinem Zyklus beobachtest oder deinen Körper besser verstehen möchtest. Neben einem kurzen Input gibt es viel Raum für Austausch, Fragen und individuelle Anliegen. Ziel ist es, dich darin zu stärken, deinen Zyklus als wertvolle Ressource zu nutzen und informierte Entscheidungen für deine Gesundheit zu treffen.

Charlene Thomas ist zertifizierte Sensiplan-Beraterin und Coach für ganzheitliche Frauengesundheit. Zusätzlich arbeitet sie im Bereich der Mikrobiologie und verbindet wissenschaftliches Wissen mit einem ganzheitlichen Ansatz. Sie begleitet Frauen in verschiedenen Lebensphasen und unterstütze sie dabei, ihren Zyklus besser zu verstehen. Bei Fragen können sich interessierte Teilnehmerinnen gerne vorab direkt an sie wenden unter charlene.thomas@zyklusgenial.de

Transgenerationale Weitergabe von Traumen mit Dr. Ilona Schönwald
Der größte Irrtum über vererbtes Kriegstrauma? Dass die meisten Menschen, denken sie seien nicht betroffen. In diesem Workshop öffne ich den Raum für ein tieferes Verstehen dessen, was Millionen von Menschen betrifft und im Verborgenen wirkt: die transgenerationale Weitergabe von Trauma. Ich lade dich in die Geschichte und Erlebnisse unserer Vorfahren ein und wie diese sich auch heute noch als Unruhe, Ängste oder Gefühle von Getrenntsein und tiefer Sehnsucht in uns zeigen. Wie diese weiterleben in unseren Körpern, in unseren Gefühlen, in unseren Beziehungsmustern und nicht zuletzt in unseren Nervensystemen. Und was es nicht nur körperlich bedeutet, sondern auch emotional und energetisch in Bezug auf Frauengesundheit, Schoßraum und Hingabe. Es geht immer um Bewusstsein: nicht im Sinne von „etwas reparieren zu müssen“, sondern im Sinne eines liebevollen Erkennens. Denn dort, wo wir beginnen zu sehen, was wirkt, entsteht die Möglichkeit für neue Perspektiven – auf uns selbst, auf unsere Geschichte und auf das kollektive Feld, in dem wir eingebunden sind.

Außerdem lade ich dich ein zu einer meditativen Reise – zurück zu deinem eigenen inneren Mittelpunkt und in Verbindung mit Mutter Erde als tragender Kraft. Im Anschluss öffnet sich ein Raum für freien Austausch.
Folge dieser Einladung:
Zum Erinnern.
Zum Fühlen.
Und zu einem neuen, bewussteren In-Beziehung-Sein mit dir selbst und deiner Geschichte.

Dr. Ilona Schönwald ist Ärztin und Expertin für Seelische Heilkunst, Autorin und Speakerin.

Umweltstörstoffe – Gefahr für die Frauengesundheit mit Else Schnakenberg
Umweltschadstoffe, insbesondere hormonwirksame, finden sich in Textilien, Kaffeebechern, Verpackungen, Einmalverpackung, Kosmetika, Kapselhüllen, Baustoffen und super vielen Gegenständen unseres täglichen Gebrauchs. Da sie keine akut toxische Wirkung haben, reichern sie sich als Cocktail blinder Passagiere in Mensch, Tier und Umwelt an. Sie wirken so „undercover“ störend an der Wurzel des Über-Lebens von Mensch, Tier, Umwelt und Erde, und dadurch der gesunden Entwicklung entgegen. Die enorme Zunahme chronischer Erkrankungen ist ein Abbild davon, denn die Toxine stören im Cocktail viel umfangreicher und stärker als die Einzeltoxine. Der Beitrag will sensibilisieren für die Quellen der Umweltschadstoffe, um größtmögliche Vermeidung zu erwirken. Jede Reduzierung von Umweltschadstoffen ist ein „grüner Punkt“ für das Überleben.

Else Schnakenberg ist Heilpraktikerin, hat einen Abschluss in CTA-Umwelttechnik und arbeitet in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt Klassische Naturheilverfahren, Umwelt und Gesundheit. Weitere Informationnen unter https://www.natur-heilkunde-aachen.de/

Feministische Ritualarbeit als Empowerment in der Heilarbeit mit Gudrun Barwig
Die feministische Ritualarbeit ist eine Methode, die uns hilft, in entfremdeten Lebenszusammenhängen wieder in Kontakt mit mir selbst, der Welt und der Natur zu treten. Ganz unabhängig von kultureller oder religiöser Zugehörigkeit, ermöglicht sie einen Zugang zu einer frauen*-achtenden und -stärkenden Spiritualität. Weil bei dieser Arbeit immer auch die politischen Bedingungen der jeweiligen Zeit oder die kollektiven Themen von Gewalt / Unterdrückung / Ungerechtigkeit / Entwürdigung / Hierarchie benannt werden, unterscheidet sie sich stark von vielen esoterischen Methoden. In meiner Arbeit als Heilpraktikerin ist es mir ein wichtiges Anliegen, Frauen* und Kinder in ihrem Selbstvertrauen und ihrer Eigenverantwortlichkeit zu stärken, um einen selbstbestimmten Weg gehen zu können.

Im ersten Teil des Workshops werden wir uns inhaltlich zu dieser Methode austauschen. Im zweiten Teil werden wir in die Praxis gehen und rituell einen “Stab der Eigenmacht” gestalten. Dieser Workshop richtet sich ebenso an Frauen, die in der Heil- oder Beratungsarbeit tätig sind, wie auch an Frauen, die einfach Lust auf Empowerment haben.

Gudrun Barwig ist Mitfrau im Heilpraktikerinnenverband LACHESIS, und hat in ihrer PRAXIS FRAUENWEISE die Schwerpunkte Klassische Homöopathie, Traumatherapie, Ressourcenstärkung und Feministische Ritualarbeit. Weitere Informationen unter www.frauenweise.de oder www.alte-weise.de

Die Schafgarbe und andere Frauenkräuter – Pflanzenwissen für das weibliche Wohlbefinden mit Viola Schalski
Seit Anbeginn der Menschheit begleiten Kräuter Frauen in allen Lebensphasen – als Helferinnen, Verbündete und stille Begleiterinnen. Eine der stärksten unter ihnen ist die Schafgarbe, oft unscheinbar am Wegesrand zu finden und doch eine ganze Apotheke in einer Pflanze. Ihre vielseitige Heilkraft wirkt regulierend, stärkend und ausgleichend. Sie kann Frauen vom ersten Zyklus bis in die reifen Jahre verlässlich zur Seite stehen und das innere Gleichgewicht unterstützen.

In diesem Vortrag werden die besonderen Eigenschaften der Schafgarbe und anderer traditioneller Frauenkräuter vorgestellt. Sie erfahren, wie diese Pflanzen Körper und Seele harmonisieren, bei hormonellen Schwankungen, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden helfen und zur allgemeinen Vitalität beitragen.

Darüber hinaus wird beleuchtet, wie Heilpflanzen nicht nur den physischen Körper beeinflussen, sondern auch eine tiefere Verbindung zu seelischen und geistigen Ebenen eröffnen können. Das Zusammenspiel von naturkundlichem Wissen und weiblicher Intuition schafft einen ganzheitlichen Zugang zu Gesundheit und Wohlbefinden – im Einklang mit der Natur und den eigenen Lebensrhythmen.

Viola Schalski ist Krankenschwester und Heilpraktikerin. Im Anschluss könnt ihr die Referentin am Stand der Kräutermanufaktur „Kasimir und Lieselotte“ besuchen.

Bei dir selbst ankommen – Selbstempathie und Achtsamkeit im Alltag mit Methoden der gewaltfreien Kommunikation und Körperarbeit mit Dr. Giselle Camargos
Dieser Workshop richtet sich an Frauen, die sich im oft anspruchsvollen Alltag wieder bewusster mit sich selbst verbinden möchten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Selbstempathie – ein zentraler Bestandteil der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Dr. Marshall B. Rosenberg. Die Teilnehmerinnen lernen, eigene Gefühle und Bedürfnisse achtsam wahrzunehmen und mit mehr Mitgefühl auf sich selbst zu reagieren. Dies kann helfen, Stress zu reduzieren, innere Balance zu stärken und neue Handlungsspielräume zu entdecken.

Der Workshop verbindet Methoden der Gewaltfreien Kommunikation mit achtsamer Körperarbeit. Impulse aus Neurowissenschaft, Achtsamkeitsforschung, Mindfulness und Zen-Buddhismus fließen in praktische Übungen und Selbsterfahrungssequenzen ein. Die Teilnehmerinnen erhalten einfache und alltagstaugliche Impulse, um Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Resilizen nachhaltig zu stärken.

Dr. Giselle Camargos ist Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Speakerin, Referentin, Mediatorin und Coach.Als Gründerin von _Diversity of Life_ entwickelt sie Vorträge, Workshops und Trainings unter anderem für Selbstliebe, Lebensfreude, Resilienz, Kommunikation und Inklusion – für Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. Weitere Infos unter: www.diversity-of-life.com
Für Fragen steht sie zur Verfügung unter 0151 57886487.

Natur-Resilienz-Training: Finde zurück zu deiner inneren Stärke! mit Tatjana Kremer
Im Vordergrund dieses Workshops steht die Stärkung deiner inneren Widerstandskräfte. Dies ist eine Voraussetzung für die Entwicklung und Förderung individueller Ressourcen und eine gesunde und zufriedene Lebensführung. Das Natur-Resilienz-Training lädt dich ein, inmitten inspirierender Natur deine inneren Ressourcen zu aktivieren, deinen Körper mit deinem Geist und der Seele in Einklang zu bringen und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Natur wird dabei zum Resonanzraum, der Selbstreflexion ermöglicht, mit den eigenen Wurzeln verbindet und dir kraftvolle Impulse für Veränderungen gibt.

Im Training tauchst du in die Natur ein und erkundest die sieben Wurzeln der Resilienz – jene inneren Kräfte, die dir helfen, in stürmischen Zeiten standhaft zu bleiben und innere Ressourcen zu aktivieren. Lasse dich von der Natur inspirieren und erfahre, wie du deine Resilienz nachhaltig stärken kannst.

Tatjana Kremer hat einen M.A.-Abschluss in Prävention und Gesundheitsmanagement und ist Gesundheitspädagogin mit B.A.-Abschluss; sie ist Resilienztrainerin und Entspannungscoach.

Beckenboden als Erfahrungsraum – innere Bilder in der feministischen Heilarbeit (BeYo® nach Bali Schreiber) mit Mirijam Schatz
Was wäre, wenn der Beckenboden kein Ort von Funktion und Kontrolle wäre, sondern ein Raum von Erfahrung, Wahrnehmung und Beziehung? In diesem Workshop lade ich dich ein, den Beckenboden jenseits von Optimierung und Technik zu erkunden. Im Zentrum steht die Arbeit mit inneren Bildern nach dem BeYo®-Konzept von Bali Schreiber: ein Zugang über Imagination, Körperwahrnehmung und Nervensystem statt über reines Anspannen. Dabei entsteht kein Vortrag, sondern ein gemeinsamer Forschungsraum. Wir arbeiten praktisch mit inneren Bildern, spüren nach und entwickeln im Austausch neue Zugänge. Die Erfahrungen und Perspektiven der teilnehmenden Fachfrauen aus Körperarbeit, Therapie und Heilarbeit fließen aktiv in den Prozess mit ein, es entsteht ein lebendiger Austausch. Im Kontext feministischer Heilarbeit wird der Körper als Wissens- und Erfahrungsraum verstanden – geprägt von Biografie, Sozialisation und Lebendigkeit.

Dieser Workshop ist eine Einladung, gemeinsam zu erforschen, wie sich Wahrnehmung vertiefen lässt und wie innere Bilder körperliche Prozesse differenzierter zugänglich machen können – jenseits von richtig oder falsch, in einem offenen, sinnlich-forschenden Raum.

Mirijam Schatz ist Yogalehrerin seit 2012, Co-Leiterin der Beyo-Weiterbildungen von Bali Schreiber seit 2020 und Gymnasiallehrerin.

„Es ist die feministische Haltung, die Frauen dabei hilft, sich zu erholen“ mit Inés Rentería-Hernández
Auf dem Symposium zur Frauengesundheit werden wir über die psychische, körperliche und spirituelle Gesundheit von Frauen aus feministischer Perspektive sprechen. Ziel des Feminismus ist es, Gleichheit und Gerechtigkeit zu schaffen im Bereich des Körpers, der Rollen in der Gesellschaft und in der Politik, die uns Frauen allein aufgrund unseres Geschlechts vorenthalten wurde. Um eine gerechte, gleichberechtigte und gewaltfreie Welt zu schaffen, die auf gleichen Rechten und Chancen unabhängig vom Geschlecht basiert, sind spezifische und wirksame Gesetze sowie staatliche Maßnahmen erforderlich. Das Recht auf ein Leben frei von Gewalt und frei von der Angst vor irgendeiner Form von Gewalt und zwar in allen Bereichen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten, ist unverzichtbar. Ich möchte auf einen sehr schwerwiegenden, alltäglichen und schädlichen Aspekt eingehen, nämlich die geschlechtsspezifische Gewalt. Die Maßnahmen dagegen dürfen sich nicht darauf beschränken, erst im Nachhinein einzugreifen, wenn der Schaden bereits entstanden ist, sondern sie müssen auch präventiv und strafend wirken und die Täter sanktionieren. Dabei sind spezifische Gesetze unerlässlich. Auch darf keine Gnade gegenüber den Missbräuchen gezeigt werden, die durch Gesetzeslücken systematisch ermöglicht werden. In Südamerika und Spanien ist dies erkannt worden. Dort gibt es eine ganze Reihe von Rechtsvorschriften und einen bewussteren Diskurs. Davon sollten wir uns inspirieren lassen.

Inés Rentería-Hernández ist peruanische Juristin, Coach und Theaterpädagogin.

Selbsthilfe bei Endometriose mit Fokus auf Aromatherapie
Endometriose ist eine chronische Entzündungskrankheit, zu deren Ursprung es verschiedene Theorien gibt. Mithilfe von verschiedenen Interventionen wie Ernährungsumstellung, Stressreduktion, Meidung von Toxinen, Priorisierung des eigenen Rhythmus´ usw. können Betroffene oft schon deutliche Linderung erfahren. Die Aromatherapie ist eine Therapieform, die zusätzlich noch helfen kann, das Hormonsystem in Balance zu bringen, und die hilfreich sein kann gegen Schmerzen, Entzündungen und das Verkleben im Inneren. Sie ist eine wunderschöne und zugleich sehr wirkkräftige Therapieform, die von Betroffenen selbst angewendet werden kann.

Die ätherischen Öle haben ein breites Wirkspektrum auf körperlicher und seelischer Ebene. Und sie wirken sowohl lokal im Gewebe über eine Einreibung auf der Haut als auch systemisch an verschiedenen Stellschrauben in der Zentrale des Gehirns, wenn die Düfte eingeatmet werden.
In einem Impuls-Vortrag zeigt die Referentin, inwiefern ätherische Öle bei Endometriose helfen können und wie sie konkret und sicher angewendet werden können. Im Anschluss kann je nach Interessenlage entweder vertiefend über den Einsatz von ätherischen Ölen bei Endometriose ausgetauscht werden oder auch generell über Selbsthilfemöglichkeiten bei Endometriose gesprochen werden.

Selma Gestrich ist Diplompädagogin mit Schwerpunkt Gesundheitspädagogik, Heilpraktikerin, Osteopathin und ist in eigener Praxis tätig mit den Schwerpunkten: Frauengesundheit, Darmgesundheit, Autoimmunerkrankungen, Persönlichkeitsentwicklung.

Details zum Begleitprogramm auf dem Symposium:

Rhythmus verbindet – Tanz, Bodypercussion und Lebensfreude zum Mitmachen mit Dr. Giselle Camargos
Im Auftakt des Abends lade ich euch herzlich zu einem kurzen, lebendigen Mitmach-Moment ein. Mit einfachen Bewegungen, Tanz und Bodypercussion entstehen gemeinsam Rhythmus, Freude und Verbindung. Die Teilnahme ist inklusiv gestaltet – unabhängig von Vorkenntnissen, Alter, körperlichen Möglichkeiten oder Tanzerfahrung. Ganz ohne Leistungsdruck – nur mit Neugier, Körper und Lust auf Bewegung. Lasst uns den Abend mit Energie, Lachen und gemeinsamer Lebendigkeit beginnen!

Das  Samstag-Abendprogramm:

Party mit „Frauen Ton Verein“, „Multikulturelle Slow Teco“ und Disco mit Tina Bender
Der Frauentonverein ist ein Frauenchor, gewachsen aus vielen Jahren voller Musik, Rhythmen und Leidenschaft. Neugierig zu sein, Freude an Klangexperimenten zu haben, das Spiel mit Stimmen, Farben und Emotionen zeichnet den Chor aus. Die Musik ist so vielseitig wie die Frauen selbst – mal modern, mal klassisch, dann wieder jazzig und swingend – laut und leise. Mit einem bunten Repertoire aus internationalen Liedern und Texten werden die Zuhörer*innen in spannende neue Sprach- und Klangwelten entführt.
Danach legt Tina Bender Musik auf. Sie ist schon seit 20 Jahre DJ bei Chorfesten des Frauentonvereins.

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